Überspannungsschutz

Mit dem zunehmenden Klimawandel, steigen leider auch die Unwetterraten
und damit die Gefahr eine Blitzeinschlages, wie Sie Ihre Elektro Anlage und die damit verbundenen
Geräte schützen können, möchten Wir Ihnen gerne vor Ort erklären.
Gerne unterbreiten Wir Ihnen einen persönlichen Termien.

 

Das Funktionsprinzip

Unter Überspannungsschutz wird der Schutz elektrischer und elektronischer Geräte vor zu hohen elektrischen Spannungen verstanden. Überspannungen können durch einen Blitz, durch kapazitive oder durch induktive Einkopplungen anderer elektrischer Systeme hervorgerufen werden. Auch elektrostatische Entladungen (ESD), die schon bei einfachen Handhabungen entstehen können, können Überspannungen hervorrufen.

Der Überspannungsschutz ist Teil der DIN-Blitzschutznorm VDE 0185. Diese Norm ist im Jahr 2002 überarbeitet und in 4 Teilen herausgegeben worden. Diese Norm ist übergegangen in die VDE 0185-305(2007) mit 3 Teilen.

Ursachen für Überspannungen
Überspannungsschutz, Nennspannung 110 kV, in einer Freiluftschaltanlage

Eine der Hauptursachen für kritische Überspannungen sind Blitzeinschläge in Energie- und Signalleitungen und in deren Nähe. Durch kapazitive und induktive Wirkungen der Blitze (LEMP von engl. lightning electromagnetic pulse) werden in Leiterschleifen in der Umgebung von ca. 200 Metern unzulässige Spannungen induziert. Bis ca. 2 km können durch ohmsche Effekte (Erdwiderstand) noch gefährlich hohe Potentialdifferenzen auftreten.

Auch durch Schaltvorgänge im Mittel- oder Niederspannungsnetz im Haus können Überspannungen (SEMP von engl. switching electromagnetic pulse) auftreten. So treten in Leitungen neben Leuchtstofflampen mit konventionellem Vorschaltgerät (Drossel) oder beim Abschalten von Motoren Schaltüberspannungen bis mehrere Kilovolt auf.

Eine seltene Ursache extrem energiereicher Überspannungen kann auch der nukleare elektromagnetische Puls (NEMP von engl. nuclear electromagnetic pulse) sein.

Energiearme, aber sehr steile Überspannungsimpulse entstehen durch elektrostatische Entladungen – sie gefährden insbesondere empfindliche elektronische Bauelemente und Baugruppen und werden durch unsachgemäße Handhabung und Transport verursacht.
Gegenmaßnahmen
Blitzschutz

Besonders wichtige oder gefährdete Gebäude werden mit Blitzschutzsystemen ausgerüstet. Dazu gehört der äußere Blitzschutz mit seinen Fangleitungen, Ableitern und Erdern sowie der innere Blitzschutz. Der innere Blitzschutz umfasst alle Maßnahmen gegen die Auswirkungen des Blitzstroms. Dazu gehören hauptsächlich der Potentialausgleich und der Überspannungsschutz.

In der VDE-Blitzschutznorm (VDE 0185 Stand 10/2006) ist festgelegt, dass ein äußerer Blitzschutz mit der Erdung und dem Potentialausgleich des Gebäudes verbunden werden muss. Im Falle eines Einschlags wird das Erdpotential gegenüber den Außenleitern (im TNC- und TT-Netz) stark angehoben oder abgesenkt, was Isolationsschäden und Brände zur Folge haben kann. Daher muss in jedem Gebäude mit äußerem Blitzschutz unbedingt auch der innere Blitzschutz konsequent ausgeführt werden, um die Potentialunterschiede auszugleichen, die beim Einschlag in Erdreich oder Energieversorgungsleitung (z.B. Dachständer) entstehen.

Blitz- und Überspannungsschutz ist nur dann voll wirksam, wenn alle Zugänge zum System abgesichert werden. Das umfasst in Gebäuden die Netzeinspeisung, die Datenkabel (Kabelfernsehen, Telefon), metallene Gebäudeteile und Rohrleitungssysteme.
Geräteschutz

In Geräten sind die Netzstromversorgung und Datenleitungs-Verbindungen (LAN, Antennenkabel, Modemverbindungen) gegen Überspannungen geschützt.

Da einige Netzwerk-Geräte schon sehr preiswert zu bekommen sind, ist es nicht in jedem Fall sinnvoll, diese Bereiche mit Überspannungsschutz auszurüsten. Außerdem bietet die transformatorische Potentialtrennung[1] bei LAN und Ethernet einen gewissen Schutz. Glasfasernetze sind nicht gefährdet. WLAN ist nur bei exponierten Antennen gefährdet.

Die Entscheidung, welche Anlagen/Systeme geschützt werden sollten, basiert auf folgenden Schwerpunkten:

* Anlagenteile, die prinzipiell besonders gefährdet sind, sollten geschützt werden. So sind Außenantennen, lange Datenleitungen und Leitungen in der Nähe von Einrichtungen der Energieübertragung besonders gefährdet.
* Systeme die besonders teuer in der Anschaffung sind, sollten gut gegen Überspannung gesichert werden. Das können Computer, Spezialanfertigungen oder auch Hochleistungs-Netzwerkrouter sein.
* Gefährdung für Gebäude oder Personen: Ist ein erhöhtes Verletzungsrisiko im Fall von Überspannung gegeben, werden zusätzliche Maßnahmen zum Blitzstrom-Potentialausgleich und zur Überspannungsvermeidung getroffen. Dies wird auch insbesondere in öffentlichen Gebäuden über Normen/Auflagen gesetzlich geregelt. Beispiele sind die Medizintechnik und die Elektronik von Fahrstühlen und Kranen.

Einteilung

Einen Überspannungsschutz kann man folgendermaßen unterteilen:

1. Schutz von Signalleitungen
2. Schutz der Netzzuleitungen auf Niederspannungsniveau (<1000 V)
3. Schutz von Verteilungsnetzen auf Mittel- und Hochspannungsniveau, insbesondere von Freileitungen und deren Anschlussstellen

Je nachdem, wie hoch der Schutz angestrebt wird und wie stark die Überspannungsereignisse zu erwarten sind, werden gestaffelte Überspannungsschutzeinrichtungen angewendet, die als Grob-, Mittel- und Feinschutz bezeichnet werden. Sie unterscheiden sich durch ihr Ableitvermögen (Energie-Absorptionsvermögen, Maximalstrom), das Abschaltverhalten (vorgeschaltete Sicherung löst aus oder nicht) und den Schutzpegel (maximal verbleibende Überspannung beim Ansprechen).

Zertifizierung durch VDS

DEHN + SÖHNE hat bereits 2006 als erstes Unternehmen Überspannungsschutzgeräte erfolgreich nach VdS zertifizieren lassen.

Jetzt wurden durch das Labor der VdS Schadensverhütung GmbH in Köln eine Vielzahl weiterer Geräte von DEHN + SÖHNE zertifiziert.

Im Bereich Red/Line sind dies die modularen Geräte der Produktfamilien DEHNventil® M, DEHNguard® M, DEHNguard® S, DEHNgap C S und DEHNrail M

Im Bereich Yellow/Line die Produktfamilien BLITZDUCTOR® XT und DEHNrapid® LSA.

Neben internationalen und nationalen Zertifizierungen wie z. B. UL, KEMA, VDE, LGA, haben diese nunmehr auch die für Feuerversicherer wichtige VdS-Anerkennung nach VdS 3428.

 

Endgeräteschutz DEHNpro

DEHNpro-Familie

* DEHNpro 230: Endgeräteschutz
* DEHNpro 230 F: Endgeräteschutz mit Netzfilter

Die neuen Schutz-Adapter der DEHNpro-Familie sind konzipiert für den Überspannungs-Schutz von Endgeräten sowohl im privaten als auch im gewerblichen Umfeld. Dank des klaren technischen Designs müssen Schutzgeräte nicht mehr hinter Schränken versteckt werden. Denn die neuen DEHNpro-Geräte überzeugen nicht nur durch ihre inneren Werte, sondern auch optisch.
Die Schutz-Adapter der DEHNpro-Familie realisieren den Überspannungsschutz von elektronischen Verbrauchern in Endstromkreisen. Mit einer Nennstromtragfähigkeit von 16 A sind die Geräte DEHNpro 230- und 230 F-Protector flexibel in Endstromkreisen einsetzbar. Die verwechslungssichere Y-Schutzbeschaltung berücksichtigt die fehlende feste Zuordnung von Phase und Neutralleiter in handelsüblichen Schutzkontaktsteckdosen. Die integrierte Abtrennvorrichtung leistet einen weiteren Beitrag zur Geräte- und Anlagensicherheit. Standardmäßig integrierte grüne und rote Leuchtanzeigen signalisieren dem Anwender den Betriebszustand der Überspannungs-Schutzgeräte. Eine Kindersicherung verhindert darüber hinaus das unbeabsichtigte Berühren der Kontakte.

Die neuen DEHNpro-Geräte überzeugen durch ihr klares technisches Design in Verbindung mit Sicherheit und Funktionalität.

 

DEHNguard m ci

Mehrpoliger, modularer Überspannungs-Ableiter Typ 2 mit integrierter Vorsicherung im funktionalen Ableiterdesign.

 

DEHNguard M YPV SCI ( FM )

Die bewährte von DEHN + SÖHNE entwickelte Technik der fehlerresistenten Y-Schutzbeschaltung und der kombinierten Abtrenn- und Kurzschließvorrichtung mit Thermo-Dynamik-Control wird durch eine zusätzliche Sicherung ergänzt, um bei Überlast des Ableiters einen sicheren und stromlosen Wechsel der Schutzmodule zu ermöglichen.

 

DK 25

* Ermöglicht den Wechsel der Verdrahtungsebene
* Unterstützt eine blitzstoßstromgerechte Installation von Ableiter-Kombinationen

 

DEHNblock Maxi NH00 255

Koordinierter, 1-poliger Blitzstrom-Ableiter in NH-Bauform Größe 00
mit hoher Folgestrombegrenzung für UC = 255 V

 

DEHNguard S...VA ( FM )

Modularer, 1-poliger Überspannungs-Ableiter mit Varistor-Funkenstrecken-Reihenschaltung im steckbaren Schutzmodul

 

DEHNrail M4P...( FM )

DEHNrail M 4P ... (FM): Vierpoliger Überspannungs-Ableiter bestehend aus Basiselement und gestecktem Schutzmodul; optional mit potentialfreiem Fernmeldekontakt

 

DEHNblock Maxi 440+760

* DEHNbloc Maxi 1 440...: Koordinierter, einpoliger Blitzstrom-Ableiter mit hoher Folgestrombegrenzung für UC = 440 V
* DEHNbloc Maxi 1 440 FM: Koordinierter, einpoliger Blitzstrom-Ableiter mit hoher Folgestrombegrenzung für UC = 440 V; mit Fernmeldekontakt für Überwachungseinrichtung (potentialfreier Wechsler)
* DEHNbloc Maxi 1 760 FM: Koordinierter, einpoliger Blitzstrom-Ableiter mit hoher Folgestrombegrenzung für UC = 760 V; mit Fernmeldekontakt für Überwachungseinrichtung (potentialfreier Wechsler)

 

DEHNblock M

Einpoliger, modularer, koordinierter Blitzstrom-Ableiter

* DEHNbloc M 1 ...: Einpoliger, modularer, koordinierter Blitzstrom-Ableiter mit hoher
Folgestrombegrenzung
* DEHNbloc M 1 FM: Einpoliger, modularer, koordinierter Blitzstrom-Ableiter mit hoher
Folgestrombegrenzung; mit Fernmeldekontakt für Überwachungseinrichtung (potentialfreier Wechsler)

 

Sicherheitssysteme

Überspannungsschutz

Leistungen

elektroinstallation mallorca Sicherheitssysteme

Allgemein